12 Tipps & Tricks zu Snapchat und Facebook Live

Eine neue Social-Media-Ära bricht an. Mit Handy-Tools wie Facebook Live oder Snapchat können Journalisten und PR-Experten in Echt-Zeit von jedem Ort berichten – wenn sie diese Tipps & Tricks beachten.

  1. Live-Tool kennen lernen. Die Grundfunktionen von Snapchat oder Facebook Live erlernen Sie in wenigen Stunden. Entweder in einem Workshop (wie bei mir) oder auf diesen Seiten: Snapchat-Tutorial, Facebook-Live-Tutorial. Tipp: Beschränken Sie sich zunächst auf die fünf wichtigsten Funktionen. Entscheidend für eine tolle Story ist die Idee und nicht der coolste Sticker oder Filter. Dazu gleich mehr.
  2. Live-Tool üben. Wie hält man das Smartphone am stabilsten? Hoch- oder Querformat? Wie wechselt man zwischen Front- und Selfie-Kamera, ohne dass der Daumen auf der Linse landet? Experimentieren Sie. Üben Sie. Immer und immer wieder. Bis die Handgriffe sitzen. Damit Ihre Versuche nicht unfreiwillig das Netz erheitern: Bei Snapchat können Sie eine Szene aufnehmen, anschauen und wieder löschen; bei Facebook Live nutzen Sie zunächst Ihr Profil zum Üben und stellen die Privatsphäre vorher auf „Nur ich“.
  3. Dreh planen. Ein Amateur hebt sofort das Smartphone, drückt den Aufnahme-Button – und produziert verwackelte Langweile. Der Profi hingegen plant sorgfältig und erstellt  zuerst ein Storyboard.
  4. Storyboard scribbeln. Mit welcher Szene beginnen? Mit welcher Szene enden? Was geschieht wann zwischen Anfang und Ende? Listen Sie die Einstellungen auf! Noch besser: die Einstellung scribbeln. Es muss ja nicht so perfekt werden wie bei Alfred Hitchcock (Beispiel siehe hier).
  5. Passen die Einstellungsgrößen? Totale-Totale-Totale? Wie langweilig! Die Einstellungsgrößen müssen variieren. Zum Beispiel: Totale-Halbtotale-Detail. Auch bei Snapchat und Facebook Live gelten die Grundregeln der Filmerei. Hier etwas Theorie zum Thema (Link ).
  6. Licht am Drehort prüfen. Ist es schön hell? Mit möglichst wenig Kunstlicht? Gut! Vorsicht vor Gegenlicht! Nachdenken, wie man  vermeiden kann, das starkes Licht direkt in die Linse fällt.
  7. Ton am Drehort prüfen. Wie ist die Geräuschkulisse? Stört Straßen- oder Baulärm? Je lauter der Ort desto schwieriger der Dreh. Entweder suchen Sie sich eine andere Location – oder Sie rüsten mit speziellen Mikrofonen auf. Anfangs würde ich einen anderen Ort vorziehen.
  8. Gadget 1 fürs Smartphone: externes Mikrofon. Haben Sie die Stimme eines Meistertenors? Nein? Dann ist ein externes Mikrofon Pflicht. Schon günstige Ansteckmikrofone wirken  Wunder (siehe hier ). Nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Investieren Sie Zeit in die Suche nach dem richtigen Mikrofon. Einen Wackler verzieht Ihnen jeder Zuschauer; einen kratzigen Ton niemals.
  9. Gadget 2 fürs Smartphone: Stativ. Haben Sie die ruhige Hand eines Meisterschützen? Nein? Dann ist ein Stativ Pflicht. Schon eine Miniversion für ein paar Euro verbessert das Bild enorm (Beispiel hier). Wer viel im Gehen oder Laufen drehen will, sollte sich einen Gimbal zulegen (siehe hier). Er gleicht Vibrationen erstaunlich gut aus.
  10. Schnelles Internet ist besonders bei Facebook Live wichtig. Am besten: ein fixes WLAN. Ansonsten LTE. Testen Sie vorher wie stabil und schnell die Verbindung ist. Nichts ärgert Zuschauer mehr als ein Livestream, der ständig abbricht (oder einen schlechten Ton hat).
  11. Dreh testen. Bei Snapchat: Szene aufnehmen („snappen“) und anschauen. Gefällt Sie Ihnen? Veröffentlichen. Wenn nicht: löschen und neu versuchen. Solange, bis Sie überzeugt sind. Bei Facebook Live: Übertragung mindestens einmal durchspielen. Wege abgehen. Stimmen Licht und Ton? Steht die Internet-Verbindung?
  12. Loslegen. Sie haben Punkt 1 bis 11 beachtet? Dann legen Sie los! Ihre Ergebnisse werden besser sein als bei 90 Prozent Ihrer Mitbewerber. Versprochen!

November 2, 2016

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Kategorie: Medienblog

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