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	<title>Medienstratege - Redaktionsberatung und Medienseminare mit Peter Berger</title>
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		<title>Strategisch gesehen: Paywalls sind keine weißen Ritter</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 10:36:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Berger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Angeführt vom &#8220;Spiegel&#8221; brechen auch in anderen deutschen Verlagen die Gräben zwischen Print und Online wieder auf. Paywalls im Web sollen den Auflagenschwund von Zeitungen und Zeitschriften stoppen &#8211; eine Logik, mit der sich Medienhäuser noch weiter ins Abseits katapultieren können.
Sie werden als leuchtende Beispiele genannt: die (angeblich) erfolgreichen Paywalls von Financial Times (FT), Wallstreet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angeführt vom &#8220;Spiegel&#8221; brechen auch in anderen deutschen Verlagen die Gräben zwischen Print und Online wieder auf. Paywalls im Web sollen den Auflagenschwund von Zeitungen und Zeitschriften stoppen &#8211; eine Logik, mit der sich Medienhäuser noch weiter ins Abseits katapultieren können.<span id="more-831"></span></p>
<p>Sie werden als leuchtende Beispiele genannt: die (angeblich) erfolgreichen Paywalls von Financial Times (<a title="FT" href="http://www.ft.com/home/uk" target="_blank">FT</a>), Wallstreet Journal (<a title="WSJ" href="http://europe.wsj.com/home-page" target="_blank">WSJ</a>)  und New York Times (<a title="NYT" href="http://www.nytimes.com/" target="_blank">NYT</a>). Für ft.com und wsj.com scheinen die Erfolgsmeldungen zuzutreffen, bei nytimes.com sind Zweifel angebracht. Die positiven Meldungen, die die New York Times zum Thema Paywall veröffentlicht, kann man glauben &#8211; oder auch nicht (mehr Infos <a title="Infos über Paywall NYT" href="http://www.ajc.com/business/new-york-times-posts-1422248.html" target="_blank">hier</a>). Selbst wenn sie zuträfen, heißt das noch lange nicht, das Paywalls  anderen Medienhäuser dienlich sein müssen.</p>
<p><strong>Financial Times und WSJ sind Arbeitswerkzeuge</strong></p>
<p>Ich habe als Chefredakteur Electronic Media die FT Deutschland mit aufgebaut und kenne daher die Situation bei internationalen Wirtschaftstiteln recht gut. FT und WSJ sind Weltmarken, die international agierende Manager lesen müssen. Die Zeitungen und Websites sind Arbeitswerkzeuge, oft bezahlt von Firmen. Das Geschäftsprinzip von FT und WSJ ist einmalig, mit der Situation anderer Verlagshäuser nicht vergleichbar. Gefährlich, wenn aus den Erfahrungen von WSJ und FT der Schluss gezogen wird: Paywalls funktionieren.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Peanuts mit lokalen Paywalls</span></p>
<p>Ein Blick nach Deutschland. Am besten aufgestellt ist im digitalen Bereich der Axel-Springer-Verlag. Oder besser dessen Flaggschiffe &#8220;Bild&#8221; und <a title="Bild" href="http://www.bild.de" target="_blank">bild.de</a>. Im ersten Quartal 2012 trug der Digital-Bereich mehr als die Hälfte zu den Werbeerlösen bei. Vorstandschef Mathias Döpfner sagte: &#8220;Wir haben unser Versprechen eingelöst, dass das Online-Geschäft tatsächlich einen ordentlichen Beitrag zum Gewinn leisten wird.&#8221; Geht es jedoch um Zahlen, wie viel Geld die Paywalls beim &#8220;Hamburger Abendblatt&#8221; oder bei der &#8220;Berliner Morgenpost&#8221; einspielen, verstummen die Manager. Unter der Hand ist zu hören, das die Einkünfte minimal seien. Paid Content und klassische Nachrichten &#8211; es klappt einfach nicht. Geschickt hört sich hingegen der Plan ab, ab 2013/14 die Höhepunkte der Fußball-Bundesliga früher als andere Medien digital anzubieten. Dafür zahlt Springer einen Millionenbetrag an den Deutschen Fußball Liga.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Emotion + Exklusivität = Erfolg</span></p>
<p>Wer den Unterschied zwischen der Content-Gattung &#8220;Lokalnachricht&#8221; und Content-Gattung &#8220;Bundesliga&#8221; analysiert, kommt bei der Frage, ob eine Paywall funktionieren könnte, einen großen Schritt weiter. Im Web verkaufen sich exklusive Inhalte, die starke Emotionen auslösen. Beides trifft auf die Bundesliga zu (wie man traurigerweise gerade an Herta BSC vs. Fortuna Düsseldorf gesehen hat). Auf Lokalnachrichten trifft die Kombination &#8220;Emotionen&#8221; und &#8220;Exklusivität&#8221; nur selten zu. Der Bericht über den Waldspaziergang der Schulklasse weckt nur bei wenigen Menschen große Gefühle. Und über den (emotionalen) Dreifach-Mord im Treppenhaus wird eine lokale Website wohl kaum exklusiv berichten können.</p>
<p>Das bedeutet: Nur für sehr wenige Inhalte macht eine Paywall Sinn (wenn überhaupt). Eine pauschale Antwort für oder gegen bezahlte Inhalte wäre unseriös. Auch wenn sie immer wieder von der Branche erwartet wird.  Sicher ist nur: Wer eine erfolgreiche Website hinter die Bezahlschranke zwingt, riskiert deren Existenz. Sie wird für Anzeigenkunden uninteressant. Dass mit der Paywall der Auflagenrückgang einer Zeitung oder Zeitschrift gestoppt werden kann, ist eine sehr gewagte These &#8211; selbst wenn dafür Beispiele existieren.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Beendet die Kleinstaaterei in Redaktionen</span></p>
<p>Wäre es nicht viel vernünftiger,  die (noch immer existierenden) Mauern in Verlagen endgültig abzureißen statt zu verstärken? Print und Online arbeiten in den meisten Verlagen nebeneinander her. Manchmal auch gegeneinander. Die selbe Nachricht wird von zwei Redaktionen bearbeitet. Jeder Handgriff wird doppelt gemacht, um am Ende zwei nahezu identische Versionen für Print und Online zu generieren. Was für eine Verschwendung von Zeit, Intelligenz und Geld.</p>
<p>Technisch wachsen Print und Online doch schon zusammenwachsen. Die Firma LG produziert inzwischen in Serie ein flexibles Display, die zum Nachfolger der Tablets werden könnte (Link siehe <a title="Flexibles Display" href="http://mashable.com/2012/03/29/todays-top-stories-lg-apple-tv/" target="_blank">hier</a>). Was noch immer fehlt, sind redaktionellen Strukturen, um exklusive und emotionale Inhalte für solche Geräte anzufertigen. Das geht nur, wenn die Kleinstaaterei in Redaktionen endlich ein Ende hat.</p>
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		<title>Astroturfing &#8211; Meinungsmache im Internet</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 07:18:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Berger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienblog]]></category>
		<category><![CDATA[Astroturfing]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Fanzahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie ehrlich sind die Fan-Zahlen auf Facebook, Twitter &#38; Co.? Ein Video von dapd erläutert Astroturfing.  
Mit Astroturfing versuchen Parteien, Verbände oder Firmen, viele Fans vorzugaukeln. Warum? Sie wollen die öffentliche Meinung manipulieren und Entscheidungen zu ihren Gunsten erreichen. Eine Methode, die in Deutschland zwar verboten ist. Und dennoch praktiziert wird.
Wie Astroturfing funktioniert, erläutert ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ehrlich sind die Fan-Zahlen auf Facebook, Twitter &amp; Co.? Ein Video von dapd erläutert Astroturfing.  <span id="more-825"></span></p>
<p>Mit Astroturfing versuchen Parteien, Verbände oder Firmen, viele Fans vorzugaukeln. Warum? Sie wollen die <em>ö</em>ffentliche Meinung manipulieren und Entscheidungen zu ihren Gunsten erreichen. Eine Methode, die in Deutschland zwar verboten ist. Und dennoch praktiziert wird.</p>
<p>Wie Astroturfing funktioniert, erläutert ein Videobeitrag der Nachrichtenagentur dapd. Darin: ein Interview mit Peter Berger, Autor des Buches &#8220;<a title="Unerkannt im Netz" href="http://www.uvk.de/buecher/db/titel/details/unerkannt-im-netz////ch/8332a5c6ebb7183a5a7536178be939c4/" target="_blank">Unerkannt im Netz</a>&#8220;.</p>
<p>Hier der Link zum Video: <a href="http://www.dapdvideo.de/panorama-videos/astroturfing-meinungsmache-im-web">http://www.dapdvideo.de/panorama-videos/astroturfing-meinungsmache-im-web</a></p>
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		<title>Neues Seminar: Filmen mit dem iPhone</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 12:45:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Berger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienblog]]></category>
		<category><![CDATA[Filmen]]></category>
		<category><![CDATA[iPhone]]></category>
		<category><![CDATA[Seminar]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeder Journalist kann heute zum Video-Reporter werden. Ein Smartphone reicht aus, um aktuelle Szenen einzufangen. Tipps und Tricks dazu gibt es in meinem neuen Seminar.

Smartphone-Kameras liefern eine erstaunlich gute Qualität. High Definition? Kein Problem. Lichstärke? Sehr gut. Externes Mikrofon? Möglich.
Nur: Eine gute Kamera bedeutet noch lange keinen guten Film. Five-Shot-Coverage und Achssprung gelten immer, ob [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder Journalist kann heute zum Video-Reporter werden. Ein Smartphone reicht aus, um aktuelle Szenen einzufangen. Tipps und Tricks dazu gibt es in meinem neuen Seminar.</p>
<p><span id="more-816"></span></p>
<p>Smartphone-Kameras liefern eine erstaunlich gute Qualität. High Definition? Kein Problem. Lichstärke? Sehr gut. Externes Mikrofon? Möglich.</p>
<p>Nur: Eine gute Kamera bedeutet noch lange keinen guten Film. Five-Shot-Coverage und Achssprung gelten immer, ob bei einer großen Kino-Produktion oder einem kurzen Webvideo. Deshalb gilt auch für iPhone-Filmer: Standards beachten, Sequenzen mit verschiedenen Einstellungen drehen.</p>
<p>Also keine Unterschiede zum herkömmlichen Dreh? Doch. Der Smartphone-Filmer muss sich noch mehr ins Getümmel stürzen als sein Kollege mit dem Camcorder. Zoomen geht entweder nicht oder bringt schlechte Ergebnisse. Das gilt auch für den Ton: Man muss ganz nah ran – es sei denn, man rüstet sein Smartphone erheblich auf. Und macht damit die Vorteile zunichte, die eine kleine, unauffällige Filmkamera bietet. Wie die Chance, die Protagonisten viel natürlicher und witziger vors Objektiv zu bekommen als mit einer großen Schultercam.</p>
<p>Eine weitere Kernfrage: Wie dreht man schnell einen Aufsager oder ein Statement – ohne Kameramann und ohne Stativ? Aufsager und Statement sind Schlüsselszenen. Warum? Der mobile Reporter schneidet seinen Film auf dem Smartphone. Aufwändiges Vertonen ist unmöglich. Oder würde zuviel Zeit kosten. Die Geschichte muss anders erzählt werden. Zum Beispiel per Aufsager,  Statement und Interview. Das birgt Risiken – aber auch die Chance auf eine eigene, sehr lebendige Darstellungsform, die auch mal einen Wackler verzeiht.</p>
<p>Wo das Seminar stattfindet? An der Akademie für Publizistik in Hamburg. Die Themen:</p>
<ul>
<li>Dramaturgie und Erzählformate</li>
<li>Schnitt und Montage mit einfachen Tools</li>
<li>Drehen und Schneiden mit dem Smartphone</li>
<li>Filme hochladen</li>
<li>Videos in Blogs einbinden</li>
</ul>
<p>Interesse? Mehr Informationen erhalten Sie <a title="Seminar Filmen mit dem iPhone" href="http://www.akademie-fuer-publizistik.de/seminare/seminare-finden/online/details/iphone-filme/" target="_blank">hier</a>.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
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		<title>Go Mobile &#8211; vier Medientrends im Internet</title>
		<link>http://medienstratege.de/2011/10/go-mobile-medientrends-im-internet/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 10:33:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Berger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Newsroom]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinejournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Trends]]></category>

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		<description><![CDATA[Für den Newsletter meines Kunden Doppelklick (Link) habe ich die vier wichtigsten Medientrends im Web-Business beschrieben &#8211; und erläutert, wie sie erfolgreich eingesetzt werden.

Die Online-Medien bedrängen die Klassiker Zeitung und Magazin. Immer mehr Menschen informieren sich im Netz. Nicht nur die Jungen. Auch Media-Agenturen sind aufgewacht und schiften mehr Werbung ins Netz. Werbung, die früher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für den Newsletter meines Kunden Doppelklick (<a title="Doppelklick" href="http://www.doppelklick.com/" target="_blank">Link</a>) habe ich die vier wichtigsten Medientrends im Web-Business beschrieben &#8211; und erläutert, wie sie erfolgreich eingesetzt werden.</p>
<p><span id="more-762"></span></p>
<p>Die Online-Medien bedrängen die Klassiker Zeitung und Magazin. Immer mehr Menschen informieren sich im Netz. Nicht nur die Jungen. Auch Media-Agenturen sind aufgewacht und schiften mehr Werbung ins Netz. Werbung, die früher in einem gedruckten Titel platziert worden wäre. Ein Grund zur Sorge? Wohl kaum.</p>
<p>Gute Inhalte werden auch künftig benötigt. Und mit ihnen Spezialisten, die firm sind in Grafik- und Bildprogrammen, in Layout und Produktion. Und im Entwerfen digitaler Geschichten. Wir haben diesen Newsletter deshalb vier Medientrends im Internet gewidmet. Wie wird erfolgreich eine App für Handys oder Tablets entwickelt? Wie sollte ein Newsroom strukturiert sein, der alle Kanäle bedienen kann? Welche Rolle spielt Social Media für Verlage? Und wie lassen sich Online-Medien vermarkten?</p>
<h3><strong>Trend 1: Newsroom für alle Kanäle</strong></h3>
<p>Wie einfach war die (Medien)Welt bis in die 90er-Jahre! Journalisten, Grafiker und Produktioner widmeten sich jeden Tag im Newsroom ihrer Zeitung oder ihrem Magazin. Einem Objekt und (manchmal) einer Sonderbeilage. Und heute?</p>
<p>Der Newsroom entwickelt sich mehr und mehr zu einer hochkomplexen Produktionseinheit, die bis zu einem Dutzend Kanäle beliefern muss. Ja, so viele sind es bereits bei US-Medien. Listen wir die Kanäle auf, die ein modernes Zeitungshaus dort bespielt: die Zeitung, die Website, das Web-Radio, das Web-TV, die mobilen Endgeräte (Smartphones und Tablets unterschiedlicher Hersteller), die Social Media-Dienste wie Twitter, Facebook und Google +.</p>
<p>Damit nicht genug. Verkauft das Haus Inhalte an Firmenkunden? Zum Beispiel sms an Telekom-Firmen? Oder Branchennews, die Unternehmen in ihren Intranets veröffentlichen? Der kaufmännischen Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Für die Kollegen im Newsroom bedeutet das stets: ein neuer Kanal, der zu befüllen ist.</p>
<h4><strong>Ende des integrierten Newsrooms?</strong></h4>
<p>In den Vereinigten Staaten haben Zeitungen wie USA Today ihren Produktionsraum deshalb radikal umstrukturiert. Bis dato galt der integrierte Newsroom als ideale Lösung. Das Prinzip: Alle Kollegen arbeiteten für alle Kanäle. Ein System, das jetzt bei vielen deutschen Verlagen angesagt ist.</p>
<p>In den USA verabschiedet man sich gerade davon. Der Grund: Ein Marathonläufer (wie die Zeitung) ist halt kein Sprinter (wie die Website). Zu unterschiedlich sind die Medien, zu unterschiedlich die Zeitabläufe. Es wird wieder in Kanälen gearbeitet.</p>
<p>Für Multimedia-Spezialisten ist das eine gute Nachricht. Wer Grafik-, Bild- oder Schnittprogramme gut beherrscht, ist stets gefragt. Und ebenfalls  ein Journalist, der aus diesem Puzzle ein Gesamtwerk formen kann. Dieser Trend wird früher oder später auch in Deutschland ankommen.</p>
<h3><strong>Trends 2: Apps für Smartphones und Tablets</strong></h3>
<p>Der Markt für Smartphones boomt. Weltweit. Auch Tablets wie das iPad finden Millionen von Käufern. Eine neue Gerätegeneration ist entstanden, die die Medienhäuser aber vor eine Herkules-Aufgabe stellt. Warum?</p>
<p>Weil jeder Hersteller unterschiedliche Hard- und Software einsetzt. Mal sind die Bildschirme größer, mal sind sie kleiner. Mal werden Flash-Videos unterstützt, mal nicht. Eine verwirrende Vielfalt, die Medienhäuser das Leben erschwert. Eine Website, die auf einem Android-Handy wunderbar funktioniert, stockt eventuell auf dem iPhone. Oder umgekehrt.</p>
<p>Hinzu kommt der Ärger, den Verlage mit Apple haben. 30 Prozent kassieren die Amerikaner von jedem digitalen Magazin, das über ihren iTunes-Store verkauft wird. Ein Anteil, der den Verlagen viel zu hoch erscheint.</p>
<h4><strong>Alternative Web App</strong></h4>
<p>Verlage, die eine App für ihre Zeitung oder für ihr Magazin entwickeln wollen, müssen zunächst eine strategische Frage entscheiden: Wollen sie überhaupt den iTunes-Store nutzen? Er lässt sich umgehen. Web App heißt das Zauberwort. Also eine App, die in HTML 5, CSS 3 und einem Javascript-Framework (wie jQuery Touch) programmiert wird.</p>
<p>Aber: Web Apps  können (noch) nicht so viel wie native Apps. Doch auch für dieses Problem existiert eine Lösung: Mit einem Programm wie PhoneGap können Web Apps für iPhone und Android-Handys optimiert werden.</p>
<p>Und was macht eine App inhaltlich erfolgreich? Weniger ist mehr. Ein schlichtes Design gepaart mit wenigen, aber interessanten Funktionen führen zum Erfolg.</p>
<h3><strong>Trend 3: Social Media wird erwachsen</strong></h3>
<p>Der Facebook-Hype flaut ab. Zwar wächst das Netzwerk noch, aber hauptsächlich in Schwellenländern wie Indien. Im Heimatland USA, in Kanada und in Großbritannien verlor Facebook in diesem Jahr erstmals Nutzer. Twitter, der Kurznachrichtendienst, boomt hingegen noch. Das neue Netzwerk Google + hat einen sehr guten Start hingelegt.</p>
<p>Der Social Media-Markt in den Industrieländern sättigt sich langsam, und das hat einen guten Nebeneffekt: Die Netzwerke werden erwachsen. Es zieht mehr Professionalität ein – und das macht sie (auch) für Verlage immer attraktiver.</p>
<p>Facebook zum Beispiel. Früher das Feindbild von Medienhäuser. Und heute? Ein Trafficbringer für deren Websites. Mehr Besucher erleichtern die Vermarktung; von Kannibalismus keine Spur. Oder Twitter. Wie kann ich meine Leser am einfachsten updaten? Mit einem fixen Tweet und einem Link zur Verlagswebsite.</p>
<h4><strong>Neu: der Social Monetization Editor</strong></h4>
<p>Das ist nur der Anfang. Verlage stellen Social Media-Redakteure ein, die mehr tun, als nur Links zu posten. Die Journalisten bauen Leser-Communities auf. Sie durchforsten  Netzwerke nach neuen Geschichten, nach Augenzeugen oder nach Hobby-Reportern, die Geschichten liefern können.</p>
<p>Die Cox Media Group in Atlanta (Umsatz 1,8 Mrd. Dollar) beschäftigt inzwischen einen Social Monetization Editor, der das Engagement des Konzerns in Sozialen Netzwerken in Geld umsetzen soll. Ein realistischer Versuch. Firmen wie Starbucks oder Dell zeigen, das sich mit den Netzwerken Umsatz generieren lässt. Warum nicht auch bei Verlagen?</p>
<h3><strong>Trend 4: Marketing in Spielen</strong></h3>
<p>Die digitalen Kanäle ermöglichen Verlagen völlig neue Marketing-Chancen. Noch werden sie viel zu zögerlich genutzt. Und es besteht tatsächlich die Gefahr, das Garagenfirmen wieder mal die Nase vorn haben (wie einst Google). Schauen wir uns erfolgversprechende Marketing-Methoden an.</p>
<p>Ganz oben stehen drei Buchstaben: LBS für Location Based Services. Ihr Smartphone weiß stets, wo Sie sich befinden. Für lokale Anzeigenkunden ein Traum. Sie können ihre Werbung auf mobilen Webseiten platzieren. Die Anzeige erscheint aber nur, wenn sich der Handybesitzer in der Nähe des Geschäfts befindet. Mit einem Gutschein wird er in den Laden gelockt.</p>
<p>Rich Media Ads lautet ein weiteres Stichwort. Beim Klick auf eine Anzeige wird nicht einfach auf die Website der Firma umgeleitet. Es öffnet sich eine multimediale, interaktive Seite mit spielerischen Elementen. Apropos spielerisch. Millionen von Menschen spielen im Netz. Sie geben sogar viel Geld dafür aus. Das hat eine neue Form der Anzeigen hervorgebracht: die In-Game-Werbung. Marken werden in ein Spiel integriert, etwa ein Geländewagen in ein Dschungel-Abenteuer.</p>
<h4><strong>Werbung auf dem Twitter Account</strong></h4>
<p>Auch Soziale Netzwerke lassen sich monetarisieren. Zum Beispiel Twitter. Time Inc., einer der größten Magazin-Verlage der Welt, bietet seinen Twitter-Account als Werbefläche an. Andere Häuser integrieren Anzeigen aus dem Blatt in ihre Facebook-Seite.</p>
<p>Das alles sind neue, innovative Marketing-Ideen. Niemand weiß, ob sie dauerhaft erfolgreich sein werden. Nur eins ist sicher: Wer solche Werbeformen entwickeln will, benötigt gut ausgebildete Multimedia-Spezialisten. Ihnen gehört die Zukunft in den Medienhäusern.</p>
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		<title>Website muss Leitmedium im Newsroom werden</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 09:17:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Berger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienblog]]></category>
		<category><![CDATA[Management]]></category>
		<category><![CDATA[Newsroom]]></category>
		<category><![CDATA[Sports Illustrated]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie kann ein Medienhaus täglich eine Zeitung produzieren, eine Website füllen sowie Apps für Smartphones und Tablets vertreiben? Indem die Website zum Leitmedium im Newsroom wird. Rund um die Uhr.

Über mehr als ein Dutzend Kanäle vertreiben moderne Verlage ihre Geschichten und Anzeigen: über Zeitungen, Supplements, Websites, Newsletter, RSS-Feeds, Social Media, Podcasts, Vodcasts, Handys, Smartphones, Apps, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie kann ein Medienhaus täglich eine Zeitung produzieren, eine Website füllen sowie Apps für Smartphones und Tablets vertreiben? Indem die Website zum Leitmedium im Newsroom wird. Rund um die Uhr.</p>
<p><span id="more-718"></span></p>
<p>Über mehr als ein Dutzend Kanäle vertreiben moderne Verlage ihre Geschichten und Anzeigen: über Zeitungen, Supplements, Websites, Newsletter, RSS-Feeds, Social Media, Podcasts, Vodcasts, Handys, Smartphones, Apps, iPads, HP TouchPads, Android Tablets, Chrome Apps und, und, und. Als Leitmedium im Newsroom gilt meist noch die Zeitung. Sie bestimmt den Workflow. Neue Kanäle werden angeflanscht.</p>
<p><strong>Halbherzig integrierte Newsrooms</strong></p>
<p>In Zeiten, als in Newsrooms nur Zeitungen und Websites produziert wurden, mag dieses System vernünftig gewesen sein. Der integrierte Newsroom war ein Fortschritt, auch wenn er oft nur halbherzig betrieben wird (Printer und Onliner arbeiten zwar im selben Raum, aber jeder nur an seinem Produkt).</p>
<p>Die mobilen Geräte läuten eine neue Phase ein. Sie überfordern den integrierten Newsroom. Zu unterschiedlich sind die Zeiten, zu denen mobile Geräte genutzt werden. Wer seine Leser nicht mit veralteten Nachrichten langweilen (und vertreiben) will, muss seinen Newsroom rund um die Uhr betreiben.</p>
<p><strong>Frühaufsteher Smartphone</strong></p>
<p>Schauen wir uns die einzelnen Kanäle an:</p>
<p>Nachrichten aufs Smartphones<strong> </strong>erzielen      Peaks am frühen Morgen und am späten Abend. Also kurz nach dem Aufstehen      und kurz vor dem zu Bett gehen. Um diese Primetime zu nutzen, muss der      Newsroom um ca. 4 Uhr besetzt sein. Und zwischen 19 und 24 Uhr.</p>
<p>Tablets werden eher zu Hause als      mobil genutzt. Wie eine Art alternativer Fernseher. Die Peaks werden ab      20 Uhr erzielt mit Schwerpunkten am Freitag, Samstag, Sonntag. Für den      Newsroom bedeutet das: mehr Wochenendschichten.</p>
<p>Nachrichtenwebsites erzielen ihre      Peaks<strong> </strong>zu Bürozeiten (am Beginn, in der Mittagspause, am Ende).</p>
<p>Zeitungen werden tagsüber produziert mit Schwerpunkt Nachmittag/Abend.</p>
<p><strong>Zwei Auswege aus dem Dilemma</strong></p>
<p>Für das Redaktions-Management sind diese Nutzungszeiten ein Dilemma. Ein integrierter Newsroom kann diese komplexe Situation nicht mehr bewältigen. Im Prinzip existieren nur zwei Auswege:</p>
<p>Alternative 1: Der integrierte Newsroom wird aufgelöst.      An seine Stelle treten selbstständige Einheiten, die Inhalte für die      verschiedenen Kanäle produzieren. Wenn immer möglich, kooperieren die      Einheiten, um Geld und Zeit zu sparen. Dieses Prinzip verfolgt USA Today      (siehe <a title="Newsroom USA Today" href="http://www.poynter.org/latest-news/business-news/the-biz-blog/106428/usa-todays-radical-restructuring-means-end-of-newsroom-integration-universal-desk/" target="_blank">hier</a>).</p>
<p>Alternative 2: Die Website wird zum Leitmedium im      Newsroom. Alle schreibenden Redakteure arbeiten ihr zu. Die Trennung      zwischen Print, Online und Mobile entfällt. Dafür existieren      spezialisierte Produktionseinheiten, die die Inhalte der Website für die      Zeitung oder für die mobilen Endgeräte aufbereiten. Ein zentraler Newsdesk      entscheidet im Detail, welche Geschichte wo und wie erscheint.</p>
<p><strong>Sonderweg Sports Illustrated</strong></p>
<p>Einen dritten Weg geht Sports Illustrated. Das Wochenmagazin produziert – ebenfalls wöchentlich – Apps für verschiendene Mobilgeräte. Der Wochenrhythmus erleichtert den Workflow enorm. Ein Beispiel zum Nachahmen (siehe <a title="Newsroom-Strategie Sports Illustrated" href="http://mashable.com/2011/07/31/sports-illustrated-inside-look/" target="_blank">hier</a>).</p>
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		<title>Streit um Kisch-Preis: Wie seriös ist die &#8220;Spiegel&#8221;-Masche?</title>
		<link>http://medienstratege.de/2011/05/streit-um-kisch-preis-wie-serios-ist-rekonstruieren/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 May 2011 07:37:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Berger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienblog]]></category>
		<category><![CDATA["Spiegel"]]></category>
		<category><![CDATA[Kisch-Preis]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einer &#8220;szenischen Rekonstruktion&#8221; hat ein &#8220;Spiegel&#8221;-Redakteur die hochkarätige Jury des Henri-Nannen-Preises getäuscht. Wie seriös ist dieser journalistische Kunstgriff?
Es ist ein ( kleiner) Medien-Skandal. Am Montag dieser Woche erkannte die Jury des Henri-Nannen-Preises dem &#8220;Spiegel&#8221;-Redakteur René Pfister eine Auszeichnung ab, die er am Freitag zuvor gerade erhalten hatte: den Egon-Erwin-Kisch-Preis für die beste Reportage (siehe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einer &#8220;szenischen Rekonstruktion&#8221; hat ein &#8220;Spiegel&#8221;-Redakteur die hochkarätige Jury des Henri-Nannen-Preises getäuscht. Wie seriös ist dieser journalistische Kunstgriff?</p>
<p><span id="more-703"></span>Es ist ein ( kleiner) Medien-Skandal. Am Montag dieser Woche erkannte die Jury des Henri-Nannen-Preises dem &#8220;Spiegel&#8221;-Redakteur René Pfister eine Auszeichnung ab, die er am Freitag zuvor gerade erhalten hatte: den Egon-Erwin-Kisch-Preis für die beste Reportage (siehe <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/henri-nannen-preis-ehrung-aberkannt-die-jury-legt-nach-1.1095263" target="_blank">hier</a>).</p>
<p>Bei der Preisverleihung hatte Pfister freimütig erzählt, dass er die Einstiegsszene für seine Reportage über den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer nicht selbst erlebt habe. Die Jury des Henri-Nannen-Preises reagierte empört. Nach einemKrisengespäch wurde Herrn Pfister die Auszeichnung aberkannt.</p>
<p><strong>Jury hat richtig gehandelt</strong></p>
<p>Das verärgerte die Macher des „Spiegel“, die sich vor ihren &#8220;untadeligen Kollegen&#8221; stellten. In einer Stellungnahme  kritisierten sie: In der Vergangenheit seien öfter Geschichten mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet worden, „die szenische Rekonstruktionen enthielten.“</p>
<p>Wer hat recht? Ich finde: die Jury. Sie hat richtig gehandelt. Ein Reporter soll beschreiben, was er erlebt hat. Nicht, was er gelesen hat. Ich finde, der Streit wirft eine ganz andere Frage auf:  Wie seriös sind &#8220;szenische Rekonstruktionen&#8221; im Journalismus?  Also jenes Stilmittel, das die &#8220;Spiegel&#8221;-Leute so meisterhaft beherrschen. Und das Zyniker zu der Feststellung veranlasst, der &#8220;Spiegel&#8221; sei das best geschriebene Archiv der Welt.</p>
<p><strong>Beim Komplott dabei</strong></p>
<p>Beim „Spiegel“ gibt es für diese Technik noch einen anderen Begriff: die &#8220;Geschichte anfeaturen“. Und plötzlich denkt der Leser, der „Spiegel“-Reporter sei dabei gewesen. In der Kabinettssitzung. Beim Geheimgespräch. Beim Komplott. Wie in der Werbung: &#8220;Spiegel-Leser wissen mehr&#8221;.</p>
<p>Für Schriftsteller ist das Featuren ein erlaubter handwerklicher Trick. Aber für Journalisten? Nein. Mit einem Anruf im Archiv und bei Kollegen darf die Recherche für entscheidende Passagen eines Artikels nicht getan sein. Wenn es um Zahlen und Fakten geht &#8211; ok.  Aber nicht, wenn Menschen und ihre Motive analysiert werden sollen. Wer solche wichtigen Absätze dem Archiv entnimmt, handelt nicht seriös. Übrigens: Die Fakten aus der umstrittenen Szene kommen einem Artikel aus der Main-Post doch sehr nah – siehe <a href="http://www.mainpost.de/ueberregional/politik/zeitgeschehen/Der-Weichensteller-Horst-Seehofer-ueber-Modelleisenbahnen;art16698,5407757">hier</a>).</p>
<p><strong>Selbst Chefredakteure fielen rein</strong></p>
<p>Wie manipulativ der „Spiegel“ das „Featuren“ einsetzt, beweist gerade der Fall Pfister. Fiel doch selbst eine hochkarätige Journalisten-Jury (siehe <a href="http://www.henri-nannen-preis.de/hauptjury.php">hier</a>) darauf rein und vergab nichtsahnend den Preis für die beste Reportage&#8230;</p>
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		<title>Nachtrag Guttenberg: Fans sind (zu) schnell verstummt</title>
		<link>http://medienstratege.de/2011/05/nachtrag-gutenberg-wo-sind-blos-die-fans-geblieben/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2011 11:33:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Berger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienblog]]></category>
		<category><![CDATA["Wir wollen Guttenberg zurück"]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Guttenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Sascha Lobo]]></category>

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		<description><![CDATA[Hunderttausende von Anhängern soll er auf Facebook mobilisiert haben, schrieben die Medien vor zwei Monaten. Doch seit dem Scheitern der Pro-Guttenberg-Demonstrationen steht auch die FB-Seite still. Warum sind die Macher und die vielen Fans so plötzlich verstummt?
Sie kamen aus dem Nichts. Und sie verschwanden im Nichts. 580.000 echte Fans soll die Facebook-Seite &#8220;Wir wollen Guttenberg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hunderttausende von Anhängern soll er auf Facebook mobilisiert haben, schrieben die Medien vor zwei Monaten. Doch seit dem Scheitern der Pro-Guttenberg-Demonstrationen steht auch die FB-Seite still. Warum sind die Macher und die vielen Fans so plötzlich verstummt?</p>
<p><span id="more-675"></span>Sie kamen aus dem Nichts. Und sie verschwanden im Nichts. 580.000 echte Fans soll die Facebook-Seite &#8220;Wir wollen Guttenberg zurück&#8221; innerhalb von Tagen angezogen haben. Online-Größen wie Sascha Lobo zweifelten die Zahlen zunächst an, kamen dann aber ins Wanken und hielten das rasante Wachstum für möglich. Zeit für einen kurzen Nachtrag zu einer Facebook-Aktion, deren Seriösität ich von Anfang an bezweifelt habe. Und dafür viel Kritik erntete.</p>
<div id="attachment_676" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-676" href="http://medienstratege.de/2011/05/nachtrag-gutenberg-wo-sind-blos-die-fans-geblieben/gutt1/"><img class="size-medium wp-image-676" title="FB-Seite Guttenberg" src="http://medienstratege.de/wp-content/uploads/2011/05/Gutt1-300x165.jpg" alt="Blitzschnell verstummt: die Fan-Seite von Karl-Theodor zu Guttenberg" width="300" height="165" /></a><p class="wp-caption-text">Blitzschnell verstummt: die Fan-Seite von Karl-Theodor zu Guttenberg</p></div>
<p>Zur Erinnerung.  Am 6. März 2011 sollten die Massenkundgebungen für Herrn zu Guttenberg stattfinden. Und scheiterten kläglich. Seit diesem Tag steht auch die FB-Seite still. Noch zwei Einträge am 10. und am 14. März &#8211; das war es schon. Können 580.000 Anhänger so schnell wieder verstummen? Wie seriös kann eine Website sein, die zuerst eine gigantische Massenbewegung suggeriert und dann ebenso schnell wieder verpufft?</p>
<p>Ich will nicht alle Indizien wiederholen, die schon vom ersten Tag an so offensichtlich waren wie ein Kondensstreifen am blauen Himmel. Dass die Gruppe so schnell verstummt ist, sollte Sascha Lobo und anderen Experten zu denken geben. Denn 580.000 Menschen zum Schweigen zu bringen &#8211; das schaffte nicht einmal der Zauberkünstler Harry Houdini in seinen besten Zeiten.</p>
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		<title>Erste Gewinne im Netz &#8211; und kaum einer spricht darüber</title>
		<link>http://medienstratege.de/2011/05/erste-gewinne-im-netz/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2011 09:23:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Berger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienblog]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>

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		<description><![CDATA[Während die Auflagen der Zeitungen abstürzen, fahren Verlage erste Gewinne mit ihren Webseiten ein &#8211; ohne großen Rummel. Der Beginn einer stillen Revolution?

Die Nachricht war kurz und ging im täglichen Medientrubel fast unter. Arne Wolter, Digital-Chef bei Gruner + Jahr, vermeldete, dass bereits zwei Online-Auftritte des Hauses schwarze Zahlen schreiben: „Essen und Trinken“ und „Eltern“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während die Auflagen der Zeitungen abstürzen, fahren Verlage erste Gewinne mit ihren Webseiten ein &#8211; ohne großen Rummel. Der Beginn einer stillen Revolution?</p>
<p><span id="more-667"></span></p>
<p>Die Nachricht war kurz und ging im täglichen Medientrubel fast unter. Arne Wolter, Digital-Chef bei Gruner + Jahr, vermeldete, dass bereits zwei Online-Auftritte des Hauses schwarze Zahlen schreiben: „Essen und Trinken“ und „Eltern“ . Noch in diesem Jahr, so Wolter, sollen  zwei bis vier weitere Websites des Hauses profitabel werden. Durch Anzeigen, wohlgemerkt.</p>
<p>Solche Erfolgsmeldungen mehren sich. Zwar verschleiern viele Verlage, wie gut – oder schlecht – es ihren Online-Ablegern geht;  die Bereiche sind oft firmenrechtlich ausgelagert.  Dass aber die deutschen Platzhirsche im Nachrichtengeschäft, bild.de und Spiegel Online, schon deutlich Geld in die Kassen spülen dürften, kann als gesetzt gelten. Besonders die Springer-Leute agieren sehr innovativ – sowohl inhaltlich (Live-Übertragung der Windsor-Hochzeit) als auch geschäftlich (Deal mit Rabatt-Portal Croupon).</p>
<p><strong>Erste Gewinne auch bei Regionalverlagen</strong></p>
<p>Doch nicht nur bei großen Online-Redaktionen deutet sich eine Trendwende an. Auch die Regionalverlage kommen. Bei meiner Beratungstätigkeit habe ich in den vergangenen Wochen dreimal von ersten kleinen Gewinnen gehört, die die Webseiten regionaler Häuser erzielt haben. Noch nicht viel – aber genug, um alle Kosten zu decken und einen kleinen Gewinn einzustreichen.</p>
<p>Sind wir am Beginn einer stillen Revolution? Weg von Print, hin zu Online? Ohne großes Getöse? Die Indizien deuten es an. Zwar haben die Verlage im vergangenen Jahr wieder satte Gewinne mit Printprodukten erzielt. Renditen von bis zu zehn Prozent wurden vermeldet. Doch das aufziehende Gewitter lässt sich nicht mehr übersehen.</p>
<p>Die Auflagenzahlen im ersten Quartal 2011 waren verheerend. Drei Beispiele:</p>
<p><strong>Welt/Welt Kompakt:</strong></p>
<p>Abo: -2,1 Prozent, EV: -12,19 Prozent, Gesamt: -4,6 Prozent.</p>
<p><strong>Frankfurter Rundschau:</strong></p>
<p>Abo: -11,26 Prozent, EV: -3,0 Prozent, Gesamt: -9,7 Prozent.</p>
<p><strong>Handelsblatt:</strong></p>
<p>Abo:-5,64 Prozent, EV:-17,87 Prozent, Gesamt: -6,8 Prozent.</p>
<p>Selbst die schreckliche Atom-Katastrophe in Japan konnte den Auflagen-Absturz nicht verhindern. Dagegen verzeichneten die Nachrichten-Websites einen Leser-Ansturm. Die Menschen informierten sich aktuell im Netz, lasen  Texte, betrachteten Bildern und verfolgten Livestreams. Selten zuvor haben Zeitungen am nächsten Tag so alt ausgesehen wie bei diesem Unglück. Und auch den Magazinen ergeht es nicht besser (siehe <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/hamburger-royal-ohne-fortune-am-kiosk_100034622.html" target="_blank">hier</a>).</p>
<p>Zeitungs- und Zeitschriftenleser wandern ins Internet ab – und mit ihnen die Anzeigen. 40 Prozent in zehn Jahren, sagen die Verleger. Jüngstes Beispiel: die Drogeriemarkt-Kette Schlecker, die nur noch im Netz und im TV werben will. Keine rosigen Aussichten &#8211; zumindest für Verlage, die das Internet noch immer als natürlichen Feind ansehen.</p>
<p>Vielleicht ist es noch zu früh für diese Prognose. Aber die ersten zarten Erfolge machen Hoffnung, das auch traditionelle Medienhäuser Geld im Netz verdienen können. Wenn sie eine Strategie haben und sich für die Chancen im Netz begeistern.</p>
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		<title>Ich habe virtuelle FB-Fans erzeugt &#8211; in Sekunden</title>
		<link>http://medienstratege.de/2011/03/ich-habe-virtuelle-facebook-fans-erzeugt-in-zehn-sekunden/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Mar 2011 15:09:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Berger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einem simplen Trick lassen sich Fans für fremde Facebook-Seiten generieren. Ich habe es selbst ausprobiert. Es klappt &#8211; leider.
Betrachten Sie das Foto. Es zeigt meine Website. Nein, nicht die im Netz, sondern eine Site, die ich lokal auf meinem Rechner hoste. Zu Testzwecken.
Auf dieser Seite habe ich einen &#8220;Gefällt mir&#8221;-Button integriert. Wenn man auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einem simplen Trick lassen sich Fans für fremde Facebook-Seiten generieren. Ich habe es selbst ausprobiert. Es klappt &#8211; leider.</p>
<p><span id="more-621"></span>Betrachten Sie das Foto. Es zeigt meine Website. Nein, nicht die im Netz, sondern eine Site, die ich lokal auf meinem Rechner hoste. Zu Testzwecken.</p>
<div id="attachment_624" class="wp-caption alignnone" style="width: 579px"><a rel="attachment wp-att-624" href="http://medienstratege.de/2011/03/ich-habe-virtuelle-facebook-fans-erzeugt-in-zehn-sekunden/peter1/"><img class="size-full wp-image-624 " title="Ursprungsseite" src="http://medienstratege.de/wp-content/uploads/2011/03/Peter1.JPG" alt="Meine Testseite mit FB-Button" width="569" height="322" /></a><p class="wp-caption-text">Meine Testseite mit FB-Button</p></div>
<p>Auf dieser Seite habe ich einen &#8220;Gefällt mir&#8221;-Button integriert. Wenn man auf diesen Knopf drückt, wird man Fan einer Facebook-Seite. Welcher? Das kann ich frei bestimmen. Ich habe mich für eine sehr kleine Seite entschieden. Diese Seite wird administriert von einer Dame, die unter dem Namen &#8220;Katja&#8221; in meinem Blog kommentiert hatte:</p>
<p><span style="color: #282828; font-family: Verdana; font-size: 12px; text-align: left;"> </span></p>
<div id="comment-217" style="margin: 0px; padding: 0px;">
<p style="margin: 0px 0px 10px; padding: 0px; line-height: 1.5em;">&#8220;&#8230;  Die Seite hat 36 Fans und wenn ich die durchzähle, sind es auch genauso viele Personen  &#8230;&#8221;</p>
<p style="margin: 0px 0px 10px; padding: 0px; line-height: 1.5em;">Mit dieser Seite habe ich den &#8220;Gefällt&#8221;-Button verbunden &#8211; und nach einem Klick hat Katja hat nun 37 Fans.</p>
<p style="margin: 0px 0px 10px; padding: 0px; line-height: 1.5em;">
<div id="attachment_625" class="wp-caption alignnone" style="width: 580px"><a rel="attachment wp-att-625" href="http://medienstratege.de/2011/03/ich-habe-virtuelle-facebook-fans-erzeugt-in-zehn-sekunden/peter2/"><img class="size-full wp-image-625 " title="Zielseite" src="http://medienstratege.de/wp-content/uploads/2011/03/peter2.JPG" alt="Gefakt: Der 37. Fan der Seite" width="570" height="409" /></a><p class="wp-caption-text">Gefakt: Der 37. Fan der Seite</p></div>
<p style="margin: 0px 0px 10px; padding: 0px; line-height: 1.5em;">So einfach geht das.</p>
<p style="margin: 0px 0px 10px; padding: 0px; line-height: 1.5em;">Ich habe den Trick mehrfach ausprobiert. Freunde von mir ebenfalls. Er klappt (wenn man gleichzeitig bei Facebook eingeloggt ist!).</p>
<p style="margin: 0px 0px 10px; padding: 0px; line-height: 1.5em;">Was bedeutet diese Erkenntnis? Wer eine Website betreibt und unlauter ist, kann virtuelle Fans erzeugen. Er muss nur Besucher zum Klicken verleiten. Und schon wird eine Facebook-Fanblase erzeugt.</p>
<p style="margin: 0px 0px 10px; padding: 0px; line-height: 1.5em;">Um Missverständnissen vorzubeugen, folgende Anmerkungen:</p>
<p style="margin: 0px 0px 10px; padding: 0px; line-height: 1.5em;">1. Ich bin nicht der Erfinder dieses Tricks. Im Netz kursieren bereits Skripte und Anleitungen. Auch <a title="Warnung zu Spamwelle" href="http://www.n-tv.de/technik/Facebook-versinkt-in-Spam-article2788551.html" target="_blank">Warnhinweise</a>. Was mich aber schockiert, ist, wie einfach die Manipulation funktioniert. Ich skripte in meiner Freizeit, bin aber kein Programmierer. Wenn schon mir die Manipulation gelingt, können Profis noch viel gewaltigere Dinge anstellen. Zum Beispiel durchsichtige Klicks-Buttons auf einer Seite platzieren. Der Besucher wird Fan einer Seite, ohne etwas zu ahnen.</p>
<p style="margin: 0px 0px 10px; padding: 0px; line-height: 1.5em;">2. Ich unterstelle niemanden, diesen Trick angewendet zu haben. Gerade in der aktuellen Diskussion. Ich wollte nur zeigen, wie einfach es geht.</p>
<p style="margin: 0px 0px 10px; padding: 0px; line-height: 1.5em;">3. Ich werde Fragen nach den Details nur Facebook nennen.</p>
<p style="margin: 0px 0px 10px; padding: 0px; line-height: 1.5em;">
<p style="margin: 0px 0px 10px; padding: 0px; line-height: 1.5em;">Viele Punkte sind für mich noch ungeklärt. In meinen Timelines konnte ich keine Meldung entdecken, dass ich jetzt Fan der Seite bin. Liegt das an mir?</p>
<p style="margin: 0px 0px 10px; padding: 0px; line-height: 1.5em;">Umgekehrt konnte ich in meinen Newsfeed sehen, dass meine Freunde als Fans von Seiten genannt wurden, auf die Sie nicht geklickt hatten.</p>
<p style="margin: 0px 0px 10px; padding: 0px; line-height: 1.5em;">Auch weiß ich noch nicht, was Katja beim Blick auf die Admin-Oberfläche nun sehen wird. Ich werde Sie fragen &#8211; und dann erneut berichten.</p>
<p style="margin: 0px 0px 10px; padding: 0px; line-height: 1.5em;">
<p style="margin: 0px 0px 10px; padding: 0px; line-height: 1.5em;">
<p style="margin: 0px 0px 10px; padding: 0px; line-height: 1.5em;">
<p style="margin: 0px 0px 10px; padding: 0px; line-height: 1.5em;">
</div>
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		<title>Offener Brief: Sind Sie wirklich so sicher, Herr Lobo?</title>
		<link>http://medienstratege.de/2011/03/offener-brief-sind-sie-wirklich-so-sicher-herr-lobo/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Mar 2011 15:25:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Berger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Lieber Sascha Lobo,
ich schätze Sie sehr. Ihre Fachkunde und Ihre Meinung. Laut „Meedia“ kommen Sie jetzt zu dem Ergebnis: „Lobo: Kein Fake mit Guttenberg-Fans“.  Sie führen vier Indizien an, die mich aber mehr verwirren als überzeugen.

Zu Indiz 1. Sie vergleichen das Wachstum der Facebook-Gruppe „Wir wollen Guttenberg zurück“ mit dem Wachstum der Fanpage von „Germany&#8217;s [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Sascha Lobo,</p>
<p>ich schätze Sie sehr. Ihre Fachkunde und Ihre Meinung. Laut „Meedia“ kommen Sie jetzt zu dem Ergebnis: „<a title="Meedia zu Lobo" href="http://meedia.de/details-topstory/article/lobo--kein-fake-mit-guttenberg-fans_100033637.html?tx_ttnews[backPid]=23&amp;cHash=8587da61809208da303ffa3101dae991" target="_blank">Lobo: Kein Fake mit Guttenberg-Fans</a>“.  Sie führen vier Indizien an, die mich aber mehr verwirren als überzeugen.</p>
<p><span id="more-612"></span></p>
<p><strong>Zu Indiz 1.</strong> Sie vergleichen das Wachstum der Facebook-Gruppe „<a href="http://www.facebook.com/zuGuttenBACK" target="_blank">Wir wollen Guttenberg zurück</a>“ mit dem Wachstum der Fanpage von „<a href="http://www.facebook.com/germanys.next.topmodel" target="_blank">Germany&#8217;s next Topmodel</a>“. Der Vergleich hinkt. Die Guttenberg-Seite ist in unglaublichem Tempo auf 580.000 Likes gestiegen, die Topmodel-Seite nur auf 75.000. Die Gruppe des Ex-Verteidigungsministers hat also noch unvermindert weiter gemacht, als den Pro-7-Schönheiten längst die Luft ausgegangen ist. Eine Rakete, die zum Mond fliegen kann, erreicht deswegen noch lange nicht den Mars. Was beweist der Vergleich also? Nichts. Im Gegenteil. Die Model-Fanpage kann mit einem Klick-bringenden Spiel aufwarten. Spiele sind bekanntlich die größten Magneten für neue Fans.</p>
<p><strong>Zu Indiz 2.</strong> Ihre Anfrage an Facebook. Deren Techniker haben ihnen mitgeteilt, dass &#8220;da und dort&#8221; Fakes dabei sein &#8220;könnten&#8221;. Haben Sie eine andere Antwort erwartet? Man muss sich nur ein paar Minuten auf der Seite tummeln, um gefälschte Accounts zu entdecken. Das Wörtchen „könnte“ ist da schon ziemlich untertrieben.</p>
<p><strong>Zu Indiz 3</strong>: die Recherchen des Journalisten Marcus Schwarze von der <a title="Rheinzeitung zu gefakten Fans" href="http://blog.rhein-zeitung.de/?p=14083" target="_blank">Rheinzeitung</a>. Er hatte von den Machern der Guttenberg-Gruppe kurzzeitig Zugang zu Statistiken der Seite erhalten. Herr Schwarze fand heraus, dass die Statistiken das Wachstum belegen. Auch die regionale Verteilung der Fans ist logisch. Ok – aber das ist nie in Frage gestellt worden. Der entscheidende Punkt ist: Wie gelang es den Machern, aus dem Stand Hunderttausende von „Gefällt mir“-Klicks zu generieren? Wie ist das möglich? Eine Frage, die auch die Recherche von Herrn Schwarze nicht beantworten kann.</p>
<p>Als <strong>Indiz 4</strong> führen Sie die Entwicklung der digitalen Gesellschaft an. Nichts gegen einen soziologischen Ansatz. Ihn zu belegen, würde aber eine mehrjährige Doktorarbeit erfordern.</p>
<p>Mich machen weiterhin folgende Punkte stutzig:</p>
<p>1. Woher kamen die ersten 100.000 bis 200.000 Klicks für die Seite? Also jene Zahl, die nötig war, um die Gruppe in die Medien zu bringen. Das hat – meines Wissens nach – bisher niemand untersuchen können.</p>
<p>2. Warum produzieren 580.000 FB-Fans nur ein paar Hundert Demonstranten? Wenn das stimmen sollte, ist Facebook als Marketing-Tool unbrauchbar.</p>
<p>3. Warum zählte die Website bis zum Wochenende angeblich 580.000 Menschen – und stagniert seit den erfolglosen Demos (im Moment bei 587.000)?</p>
<p>Für mich zeigt der Fall, wie manipulativ der „Gefällt mir“-Button bei Facebook ist. Jeder, der ihn drückt, wird als Fan gezählt. Auch wenn er auf der Seite exakt die gegenteilige Position bezieht. Und nicht nur das. Auch jeden Artikel, den ein Mitglied &#8220;teilt&#8221;, erhöht die Zahl der Fans. Wie auch jeder Kommentar, den er verbreitet. Das heißt: Eine Person kann schnell Dutzende von „xy Personen gefällt das“ erzeugen. Liegt hier die logische Erklärung?</p>
<p>Noch eine persönliche Anmerkung. Ich gehöre weder zu den Guttenberg-Anhängern noch zu dessen Gegnern. Mich interessieren lediglich die Antworten auf die obigen Fragen. Weil sie für uns Journalisten wichtig sind.</p>
<p>Herzlichst, Ihr Peter Berger</p>
]]></content:encoded>
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